Sixt kann nix!

Anstelle von überbordernder Werbung, sollte Sixt mal seinen Kundenservice polieren:

Sixt positions itself as a priceworthy car rental, but in fact it´s not. I feel cheated and been through a labyrinth of Customer (Non)Service:

I had a reservation for two days and asked the Sixt woman at Zürich Airport, if I could return the car within 24 hours and only pay half of the price (originally 199 sFR for two days). It was stressful, but I returned it on time, so that I could save the money.

However, I got a ridicully litte discount of 3 Euros (!) for renting the car one instead of 2 days! At first I thought it is a mistake – but after staying 15 minutes in the service line and not getting the right person afterwards and after several mails I was told, that “they could do nothing”. Hello? If customer service cannot account for the information of their stuff who cannot?

Please consider a better organised car rental, if you want to save time, frustration and money!

Social Media Marketing mit Facebook, Twitter & Co.

Ich habe das Buch “Follow-me! – Erfolgreiches Social Media Marketing mit Facebook, Twitter und Co.” von Anne Grabs und Karim-Patrick Bannour als Ratgeberautor gelesen, um meine eigene Social Media Präsenz auf strategische Füße zu stellen. Also Doktorand der Konsumentenpsychologie, der selbst Marketingseminare gibt, kann ich – so denke ich – sowohl den Inhalt als auch die Form des Buches gut evaluieren…


Die Form: Der erste Eindruck punktet! (Der zweite auch.) Das 540 Seiten starke Kompendium ist erstaunlich clever konzeptioniert:

  • Es ist trotz des großen Umfangs relativ leicht und handlich. Selbst im liegen lässt sich es gut lesen.
  • Es ist durchgängig farbig, was die Navigation und geistige Zuordnung der Inhalte wesentlich erleichtert.
  • Es ist durch Ãœberschriften, Layout und Schriftart sehr gut zu lesen. Ich habe es (mit Hilfe einige Schnelllesetechniken) geschafft, das komplette Buch in 3 Zeitstunden durchzuarbeiten.

Auch der Inhalt überzeugt: Social Media beginnt hier!

  • Von A wie Amazon bis Y wie Youtube sind in dem Buch alle gängigen Social-Media-Plattformen kurz und übersichtlich vorgestellt, ohne mit technischen Details (die man leicht im Netz googeln kann) zu langweilen.
  • Die farbigen Beispiele lockern auf und veranschaulichen den Text.
  • Die Kästchen und Rechtstipps sind gerade für Fortgeschrittene super, um schnell Nutzen aus dem Buch zu ziehen.

Alles in allem würde ich das Buch als Recherchegrundlage und Start für alle SocialMedia-Neubegegnungen empfehlen. Auch Fortgeschrittene können ihr Wissen gut ergänzen und auffrischen. Einige Punkte sollte man jedoch beachten:

  • Trotz Prägnanz wiederholen sich einige zentrale Dinge (z.B. keine Angst vor Kritik, Sharing statt Schreien) –  als Leser können Sie also ruhig solche Dinge überspringen.
  • Zudem liegt der Fokus eher auf Unternehmen – Selbstständige und Freiberufler könnten noch mehr Hilfe in der Selektion der Tools erhalten.

Dennoch vergebe ich volle Punkte, weil es tatsächlich das beste einführende und überblickende Buch zum Thema ist. Ich würde hier starten, und nach ersten Feldversuchen weitere Medien zur Rate ziehen. Der Verlag bietet auch ein gut strukturiertes Video-Training (Anne Grabs, Nicole Simon: Facebook, Twitter & Co. – Erfolgreiches Social Media Marketing). Das ist ebenfalls ein guter Start bzw. eine gute Ergänzung, für alle, die sich gern auf dem Sofa weiterbilden…

Viel Erfolg!

Ihr Martin Krengel
Klar denken. Beherzt handeln. Zeit sparen.

Rezension “Data unser”

Das Buch beschreibt das Potenzial von datenbasierten Marketing- und Vertriebsstrategien im Rahmen von CRM-Systemen. Im Zentrum steht das klassische Konzept des Kundenlebenszykluses, dem Begleiten eines Kunden und dessen Bedürfnisse über den gesamten Lebenszyklus eines Produktes oder Unternehmens. Diese unterschiedlichen Kundenbedürfnisse können mithilfe von intelligenten Datensystemen noch besser auf Einzelebene gestaltet werden: statt aggregierter Massenmails mit unpersönlichen und meist nicht relevanten Inhalten werden individuelle auf den Kunden abgestimmte und relevante Ansprachen entwickelt. Und dies vollautomatisiert. Dabei entsteht ein neues Verständnis des marktorientierten Unternehmens – das effektive Management von Kundendaten wird zum zukünftigen Wettbewerbsvorteil.

Die Autoren stellen Praxisbeispiele für effektives Kundendatenmanagement dar – ein „Wake up call“ für Unternehmer, Berater und Dienstleister. Witzige und leicht verständliche Beispiele und Pointen sowie Take-aways arbeiten die Kernaussagen pro Kapitel heraus. Fazit: Sehr kurzweilig und absolut lesenwert!

(Claudia Schmidt)

Strategie und Technik der Werbung

Strategie und Technik der WerbungDieses Buch erläutert sehr ausführlich die heutigen Kommunikationsbedingungen, so dass man klar versteht, warum die Werbung so eindeutig und effizient wie möglich gestaltet werden sollte. Es folgt eine ausführliche und praxisnahe Beschreibung der unterschiedlichen Werbe- und Positionierungsstrategien. Einmalig ist die Darstellung fester Wirkungsmechanismen und Sozialtechniken, die den Werbeerfolg berechenbarer machen. Das macht das Buch unentbehrlich für alle Werber und Marketer aber auch sehr interessant für alle, die Werbung besser verstehen wollen.

Buchempfehlung: Markenkommunikation

Markenkommunikation-978-3-636-03136-5 Die Telekom investierte 2006 bis zu 800 Millionen Euro in Werbung und verlor im selben Zeitraum rund 2 Millionen Kunden. Die amerikanische Coffee-Shop-Kette Starbucks macht kaum Werbung und gewinnt treue Kunden.

Lohnt sich Werbung also überhaupt?

Die Kommunikationsstrategen Uwe Munzinger und Karl-Georg Musiol beantworten diese Frage mit einem klaren Ja! Denn auf die richtige Strategie kommt es an. Wer in die Köpfe der Kunden gelangen will, muss neueste Ergebnisse aus der Hirnforschung in seine Markenkommunikation integrieren. Denn Verbraucher verarbeiten Werbebotschaften unterbewusst, assoziieren konkrete Empfindungen und entwickeln so ein konkretes Markenbild.

Aus dem Inhalt:

  • Welche Rolle spielt die Marke im Leben der Zielgruppe?
  • Welche Inhalte und Signale gehören zur Marke, und wie nutzt man diese am besten?
  • Ãœber welche Kanäle erreicht man Markenziele und den besten Kommunikationserfolg?

Die in der Branche bekannten Autoren und Eigentümer einer eigenen Berliner Markenberatung geben dem Leser viele gute Beispiele, Checklisten und Praxistipps an die Hand. Sie können so Ihre Kommunikationsstrategie hinterfragen und optimieren. Das Buch kostet stolze 50 Euro, doch ist eine gute Investition.

Neuerscheinung: Welche Chance nutzen Sie?

Wie können Sie täglich Chancen erkennen und nutzen?

In seinem bislang persönlichsten Buch „Glückskinder“ zeigt der Bestseller-Autor Hermann Scherer auf, wie man chancenintelligent wird. Er reflektiert, denkt quer sowie voraus, polarisiert, stellt in Frage, provoziert, öffnet Augen und beantwortet die Frage: „Warum suchen manche lebenslang Chancen, während andere sie täglich nutzen?“ Lassen Sie sich berühren und wachrütteln!

Das Buch erscheint am 12. September.

Positionierung (Rezension)

Ich habe vor kurzen Peter Sawtschenko´s Buch: “Positionierung – Das erfolgreichste Marketing auf unserem Planeten” gelesen und folgende gute Anregungen erhalten:

  • Leistungsgestaltung nach dem Domino-Prinzip: Entwickeln Sie kleine Einstiegsangebote und darauf aufbauenden zusätzliche Services und Produkte. Ãœberfallen Sie Ihren Kunden nicht mit einer teuren Komplettlösung!
  • Bieten Sie Zufriedenheitsgarantien an! Sie kosten fast nichts und signalisieren, dass Sie hinter Ihrer Leistung stehen!
  • Suchen Sie Joint Ventures: Welche Anbieter haben Komplementärprodukte und bedienen die gleiche Zielgruppe? Wie kann man zu beiderseitigen Vorteil kooperieren?
  • Beziehen Sie Stellung: Positionieren Sie sich als Spezialist. Dann haben Sie immer ein gutes Argument in der Hinterhand, um neue Kunden zu gewinnen. Sie können weitere Anfragen ja dennoch bearbeiten, wichtig ist aber, dass Sie sich in der Kommunikation auf einen zentralen Nutzen oder eine Zielgruppe beschränken!

Einschätzung des Buches:

Gut: Es enthällt viele Beispiele und gibt Anregungen für die Praxis.

Zu beachten: Es ist nicht unbedingt ein Einsteigerbuch sondern bringt viele praktische Beispiele. Ich würde eher “Rasierte Stachelbeeren” vom selben Autor zum Ãœberblick empfehlen.


Die Bibel der Konsumentenforschung (Rezension)

Das „Konsumentenverhalten“ nunmehr in der 9.Auflage vorliegt und jedes Mal von drei hochkarätigen Forscher-Generationen aktualisiert wurde ist kein Zufall: Es handelt sich bei diesem Buch um die „Bibel“ der Konsumentenforschung. Hier wird die internationale Forschung zur Wahrnehmung, dem Verhalten und Umfeld der Käufer überblicksartig zusammengefasst.

Grundlage und Aufbau des Buches ist das Zusammenspiel zwischen aktivierenden (Teil 1) (eher emotionalen) und kognitiven Prozessen (Teil 2) der Konsumenten. Darauf aufbauend erfolgt die Einbettung der Konsumenten in seine soziale und mediale Umgebung (Teil 3)

Theoretiker, Praktiker und Studenten bekommen hier einen guten Einstieg über:

  • Emotionen
  • Motivationen
  • Einstellungen
  • Wahrnehmungsvorgänge
  • Informationsverarbeitung des Gehirns
  • Beurteilungen von Produkten
  • Entscheidungsverhalten
  • Soziale Einflüsse (von Freunden, Gruppen, Verkäufern)
  • Wirksamkeit der Medien und Werbeeinflüsse

Des weiteren beschreibt das Buch detailliert die einzelnen Forschungsrichtungen, Meßmethoden und verschiedenen Theorieschulen – die ein Praktiker aber nach meiner Meinung nach überspringen sollte. Das Buch demonstriert schön die Selektivität der menschlichen Aufmerksamkeit. Und diese sollte und muss bei diesem Buch gezielt gesteuert werden: Denn bei 800 Seiten geht der sonst der super vermittelte Überblick leider verloren.

Das Social Media Marketing Buch (Rezension)



„Das Social Media Marketing Buch“ vom Blogexperten Dan Zarrella ist ein äußerst gelungener Einstieg in die Materie. Hier wird die unübersichtliche Social-Media-Landschaft in seine wichtigsten Komponenten zerlegt:

  • Bloggen
  • Microblogging (Twitter)
  • Social Networks (Facebook)
  • MediaSharing (FlickR, Youtube)
  • Social Bookmarking (Mister Wong, Digg)
  • Verbraucherportale (Qype)
  • Foren

Es werden jeweils schön die Gemeinsamkeiten der einzelnen Webseiten beschrieben, bevor spezifisch auf die einzelnen Portale/ Dienste eingegangen wird. Besonders angenehm fand ich, das auf fast jeder Doppelseite ein Screenshot war – das ersparte das parallele Surfen im Netz. Ich konnte so das gesamte Buch entspannt offline lesen. Abgerundet wird das Buch durch eine interessante Einleitung und jeweils ein Kapitel über die Strategien für den Social Media Auftritt sowie zur Erfolgskontrolle.

Die abschließende Bewertung kann nur anhand der Zielgruppen erfolgen. Wer sich überhaupt nicht mit Sozial Media auskennt für den ist das Buch ein perfekter Einstieg. Auch für Fortgeschrittene gibt es hilfreiche Denkanstöße und Tipps. Für „Experten“ die wirklich eine Social-Media Kampagne planen müssen, reicht dieses Buch allerdings allein nicht aus. Es fehlen Informationen und Beispiele zur Planung, Durchführung und Steuerung von Social-Media Kampagnen. Hinweis: Der Verlag hat jeweils noch ein spezielles Facebook und Twitter-Buch im Angebot.

Die Qual der Wahl.

Buchrezension von “The Art of Choosing”

Die renommierte Konsumentenforscherin Sheener S. Iyengar beschreibt in ihrem Debut-Werk spannende Aspekte des Auswählens. Kontrast zum westlichen Denken ist Programm, bei einer Inderin die in New York lebt. Wer sonst könnte neue Perspektiven auf das Wahlverhalten im Land der unbegrenzten Möglichkeiten erhellen?


Statt einer klassischen Rezension kommentiere ich einige Gedanken:

Der Kunst der Partnerwahl

Erster Aha-Effekt: Während bei westlichen Ehen zunächst alles rosarot und farbenfroh ist – man hat schliesslich seinen Traumpartner gefunden, kann es eigentlich nur noch schlechter werden. Eine traurige Botschaft, mit einigem an beobachtbaren Ähnlichkeiten bei Pärchen aus der Nachbarschaft (das man NIE selbst betroffen ist, ist  klar). Ganz anders das Modell der arangierten Partnerschaft Indiens. Es stellt für uns fast eine Verletzung der Menschenwürde dar. Doch ist ein Inder erstmal unter der Haube, ist das Thema Fortpflanzung vom Tisch. Problem geklärt, das Leben wird zusammen, Seite an Seite gemeistert. Das schweißt zusammen. Wer eine Vorstellung davon bekommen will, wie es sein kann, geht in den aktuellen Kinofilm „So spielt das Leben“ – in der genau das dargestellt ist.

In diesem Zusammenhang passt ein aktueller Spiegel-Artikel (Nov. 2010), der das Problem der 30-50 Jährigen Singles beschreibt: Es scheint, es war nie schwieriger, den oder die „Richtige“ zu finden als heute. Obwohl wir mehr Wahlfreiheit denn je haben – es gibt unzählige Partnerbörsen und die Singleraten in den deutschen Großstädten liegen bei mehr als 25%! Traumhaft für alle die auf der Suche sind. Oder?

Doch das Paradis ist das Problem – nicht die Lösung. Das wird deutlich, wenn man sich einschläge Forschungsergebnisse von Iyngar und ihren Kollegen ansieht: Man will alle Optionen offenhalten. Bis „Mr./Mrs. Perfekt“ vor einem steht, der/die 2 mal täglich Sex neben Traumkarriere und Rundumsorge für die 23 eigenen Kinder beschert. – Klar, das man mit diesem Phantasiekonstrukt scheitern muss.

Wählen ist menschlich!

Zweiter Aha-Effekt: Die Vorliebe für mehr Auswahl ist angeboren. Das jedenfalls belegen einige Studien das wir  Entscheidungssets bevorzugen, die Wahlmöglichkeiten offen lassen – selbst dann, wenn das Ergebnis gleich bleibt. Selbst Affen bevorzugen Futterspender mit zwei Hebeln gegenüber einem Futterspender mit nur einem Hebel. Auch dann, wenn sie merken dass da nicht mehr Futter rauskommt! Es scheint, als sei das Bedürfnis nach Wahlfreiheit angeboren. Irgendwie einleuchtend, denn durch Neugier und Ausprobieren haben sich Verhaltensmuster gebildet, die förderlich für unser Überleben waren.

Das Gefühl der Kontrolle

Dritter interessanter Punkt: Was sind in einigen Studien aber viel wichtiger als die unendliche Auswahl herausstellt, ist es noch Herr über das eigene Handeln zu bleiben. Ich habe vielleicht 20 gute Freunde, die festangestellt sind. Obwohl sie eigentlich ihre Aufgaben mögen, klagen gefühlt 23 von denen über die Fremdbestimmtheit, die sie empfinden. Fast jeder möchte sich selbstständig machen. Mein Bruder arbeitet z.B. als unabhängiger Finanzberater nun gut 1,5 x zuviel wie vorher bei einer großen Wirtschaftsprüfgesellschaft. Doch er ist zufriedener, mit dem was er tut. Er hat das Gefühl, dass es seine Wahl war. Er könnte jederzeit weniger arbeiten – auch wenn er das wahrscheinlich nie tun wird.

Eine Studie mit 10.000 Briten rückt das Bild vom gestressten Manager, der mit 45 den Herztot erleidet, gerade. Die Wahrscheinlichkeit, das man von einer Herzattacke stirbt ist für einfache Angestellte doppelt so hoch wie für ihre Chefs (wenn man bedenkt, das diese mehr rauchen und sich ungesünder ernähren, war es dreimal so hoch). Die Ergebnisse zeigen, das die Krangkheitsanfälligkeit direkt mit dem Gefühl der Kontrolle korrellierte, das die Angestellten hatten. Je weniger Kontrolle die Angestellten haben, desto höher ist ihr Blutdruck in der Arbeitszeit. Zu Hause verschwand dieser Zusammenhang – was die volle Schuld dem sich kontrolliert und fremdbestimmt fühlen in die Schuhe schiebt. Sie ahnen es längst, warum es Ihnen gerade im Rücken pickt, oder eben nicht: Die Leute mit geringer gefühlten Kontrolle haben auch mehr Rückenschmerzen, höhere Krankheitstage und ebenso eine höhere Anfälligkeit für psychische Krankheiten. Das sind wir wieder bei den Affen – die Ähnlichkeit mit Tieren in Zoohaltung ist nicht zu übersehen – auch diese haben typische Gesundheitsprobleme und auch mit der Fruchtbarkeit seiner Insassen, hat so mancher Zoodirektor seine Probleme…

Fazit:

„12“ ist ein Verlag, der nur 12 gedankenprovizierende Bücher pro Jahr herausgibt – eins pro Monat. „The Art of Choosing“ gehört zweifelsohne zu den Büchern, die einem zum Nachdenken anregen. Und das auf eine vollkommen unerwartete Art und Weise.

Als jemand, der in der DDR aufgewachsen ist kenne ich das Problem zu gut, die Produkte zu finden, die einem glücklich machen. Heute scheint es, muss man sich vor den verschiedenen Produkten und Optionen verstecken, um glücklich zu bleiben!

« Older Entries







Tags aus dem Blog

Kategorien